Einschlafübungen

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Fantasiereise, Atemübung oder Bewegung zum Runterkommen: Mit unseren drei Anleitungen können Sie Ihrem Kind das Einschlafen erleichtern.  

Wahrscheinlich kennen Sie diese Situation: Ihr Kind ist nicht jeden Tag gleichermaßen ausgepowert und müde, sodass das Einschlafen auch mal länger dauern kann. Mit einfach umzusetzenden Übungen können Sie Ihrem Kind nach einem aufregenden Tag dabei helfen, angestaute Spannungen loszulassen und richtig zur Ruhe zu kommen. Das ist wichtig für einen wirklich erholsamen Schlaf.  

Einschlafübungen mit dem Kind – so gelingen sie 

Unsere Übungen sind als letzter Schritt vor dem Einschlafen gedacht, deshalb sollte Ihr Kind am besten schon bettfertig im eigenen Bett liegen. Um den Übergang von der Aktivitätsphase in den Ruhemodus einzuleiten, eignen sich besonders Fantasiereisen, Atemübungen, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen und Übungen, um etwaige überschüssige Energie zum Beispiel durch Bewegung abzubauen.  

Sie können Ihr Kind entweder selbst leiten oder Sie lassen sich gemeinsam durch eine Aufnahme anleiten (viele Entspannungsübungen finden Sie im fit4future-Mitgliederbereich à Link bei Kids auf „/mitglieder/entspannungsgeschichten). Die nachfolgenden Übungen können ganz ohne Vorbereitung und Vorkenntnisse gleich heute mit Ihrem Kind umgesetzt werden.

Achtsamkeit bedeutet, sich auf den gegenwärtigen Moment zu besinnen und verhilft Ihrem Kind dabei, sich besser entspannen zu können. Mit solchen Übungen können Sie ihrem Kind langfristig dabei helfen, mehr Achtsamkeit für den eigenen Körper zu entwickeln. 

Übung 1: Körperreise – Fokus auf: Wahrnehmung und Achtsamkeit

 Diese Übung hilft Ihnen und Ihrem Kind gleichermaßen bei der Entspannung, wie beim Aufbau von Nähe und Vertrautheit zueinander. Legen Sie für die Körperreise Ihre Hände nach und nach sanft auf jedes Körperteil Ihres Kindes. Starten Sie zum Beispiel bei den Füßen und sagen Sie dazu mit leiser und ruhiger Stimme:  

„Deine Füße sind ganz müde und dürfen jetzt schlafen gehen. Sie werden immer schwerer und müder. Gute Nacht liebe Füße.“  

Dabei hat Ihr Kind bereits die Augen geschlossen. Gehen Sie so den ganzen Körper durch, bis Sie beim Kopf angekommen sind. Sie werden merken, wie sich die Wärme Ihrer Hände und die sanften Berührungen entspannend auf Ihr Kind auswirken und es langsam dabei einschläft. 

Wissenswert: Wirkung von achtsamen Übungseinheiten  

Generell können entspannende Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen  

  • das Hören (zum Beispiel durch schöne Musik, eine Klangschale und das Lauschen der Stille), 
  • das Riechen (durch wohltuende Düfte und Öle) und auch  
  • das Fühlen betreffen.   

Achtsamkeit bedeutet, sich auf den gegenwärtigen Moment zu besinnen. Dies hilft Ihrem Kind dabei, sich besser entspannen zu können. Mit der Etablierung einer Routine in diesen Übungen können Sie Ihrem Kind langfristig dabei helfen, ein besseres Gespür für den eigenen Körper zu entwickeln. 

Übung 2: Schüttelparty – Fokus auf: Spannungsabbau

Wenn Ihr Kind noch etwas unruhig ist aufgrund von Ereignissen oder auch zu wenig Aktivität am Tag, können Sie die Spannungen durch Bewegung abbauen. Veranstalten Sie doch eine kleine Schüttelparty.  

  1. Zuerst werden Bettdecke und Kissen einmal kräftig aufgeschüttelt.
  2. Jetzt können Sie gemeinsam für eine Minute die ganze Anspannung aus dem Körper schütteln. Hüpfen Sie auf der Stelle und schütteln Sie den ganzen Körper, Beine, Arme und Oberkörper, sanft durch.
  3. Werden Sie immer langsamer, bis Sie schließlich zum Stehen kommen.
  4. Kreisen Sie nun zuerst die Fußgelenke, dann die Handgelenke und zum Schluss die Schultern für jeweils 10 Sekunden in beide Richtungen.
  5. Nun soll der Kopf sanft von rechts nach links und wieder zurückgerollt werden.
  6. Lassen Sie die Schüttelparty in einer Kuschelparty enden, indem sich Ihr Kind nun ganz gemütlich in die frisch geschüttelte Bettdecke einkuschelt.

Übung 3: Duftende Massage – Fokus auf: Spannungsabbau, Wahrnehmung und Achtsamkeit

Diese Übung kombiniert den Abbau von Spannung im Körper mit Wahrnehmung und Achtsamkeit. Bereiten Sie hierfür ein gut riechendes Massageöl vor. Wenn Sie mehrere zur Auswahl haben, lassen Sie ruhig Ihr Kind entscheiden, welchen Duft es heute möchte.  

  1. Ihr Kind sucht sich das Öl und das Körperteil aus, das heute massiert wird. Zu Auswahl stehen zum Beispiel die Hände, die Füße, der Nacken oder ein Teil des Rückens.
  2. Zunächst soll Ihr Kind die Augen schließen.
  3. Dann tropfen Sie ein paar Tropfen des Öles auf die jeweilige Körperstelle und fordern Sie Ihr Kind dazu auf, sich auf das Erspüren des Öls zu konzentrieren. Wie fühlt es sich an?
  4. Während Sie das Öl auf der Haut verstreichen, soll Ihr Kind ein paar Mal tief durch die Nase einatmen, um den wohlriechenden Duft zu erfahren.
  5. Danach massieren Sie Ihr Kind 5 Minuten lang mit sanftem Druck.
  6. Beenden Sie das Massageritual, indem Sie eventuell noch übriges Öl mit einem weichen Tuch sanft abwischen.
  7. Wenn Sie die Hände massiert haben, kann sich ihr Kind zum Abschluss auch noch einmal mit den Händen über das Gesicht streichen.
 

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unseren Anregungen und Ihnen wie Ihrer Familie einen wohligen Schlaf!

 

Fotoquelle: iStock.com/robertsrob

Wir freuen uns auch über eine ausführliche Rückmeldung per E-Mail an: kids@fit-4-future.de

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