Kleine Achtsamkeitsübung für Ihren Alltag

Machen Verhältnisprävention
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Gerade in dieser besonderen Zeit ist es wichtig, mit sich selbst achtsam umzugehen. Heute stellen wir Ihnen eine Atemübung vor, mit der Sie sich selbst stärken. Denn neben der Zeit mit der Familie ist es wichtig, dass Sie auf sich selbst achten und dass es Ihnen gut geht. Diese Übung ist für Erwachsene und Kinder ab dem Teenager-Alter geeignet.

Breathing-Space Übung

Was können Sie tun, wenn Sie negative Emotionen, Stress oder Unbehagen verspüren? Halten Sie inne und stoppen Sie Ihrer Tätigkeit bei den ersten Anzeichen von Stress, Unbehagen, wenn Sie den Durchblick verlieren oder das Gefühl haben, sich verrannt zu haben. Dann gehen Sie die folgenden Schritte durch:  

1. Schritt: Bewusst werden

Unterbrechen Sie, was immer Sie gerade tun. Nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein, schließen Sie Ihre Augen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen. Am besten nehmen Sie dazu die Position eines neutralen Beobachters ein, der nicht handelt, sondern nur registriert. Was können Sie gerade wahrnehmen? Stellen Sie fest, welche Gedanken Ihnen durch den Kopf gehen. Wenden Sie sich auch dem Unbehagen und möglichen schwierigen Emotionen zu und erkennen Sie an, dass sie da sind. Registrieren Sie auch aufmerksam und interessiert die Empfindungen im Körper. Können Sie irgendwelche Anspannungen feststellen? In welchem Bereich des Körpers drückt sich das Unbehagen gerade am deutlichsten aus? Widerstehen Sie der Versuchung, irgendetwas verändern zu wollen, sonst fallen Sie vom Modus des beobachtenden Seins in den Modus des reaktiven Tuns zurück.

2. Schritt: Sammeln - in Kontakt mit dem Atem treten

Lassen Sie die Wahrnehmung zu den Gedanken, Emotionen und Empfindungen im Körper in den Hintergrund treten und richten Sie die Aufmerksamkeit dorthin, wo Sie im Moment Ihren Atem im Körper am deutlichsten fühlen können. Vielleicht spüren Sie ein Heben und Senken der Bauchdecke? Bleiben Sie bei der Beobachtung der Empfindung, die der ein- und ausströmende Atem im Körper erzeugt – ohne dabei den Atem zu beeinflussen. Schauen Sie absichtslos beim Atmen zu; lassen Sie einfach zu, geatmet zu werden. Wenn Ihr Geist auf Wanderschaft gehen sollte, dann bringen Sie sanft und geduldig zur Beobachtung der Atemempfindung zurück. Tuen Sie nichts, außer zu atmen.

3. Schritt: Aufmerksamkeit ausweiten

Treten Sie nun bewusst in die letzte Phase ein, indem Sie Ihr Bewusstsein vom Atem aus auf den gesamten Körper ausweiten. Spüren Sie den gesamten Körper; beziehen Sie alles mit ein, auch Ihre Haltung und Ihren Gesichtsausdruck. Wenn Sie dabei auf Unbehagen oder Widerstände stoßen, bringen Sie den Fokus direkt dorthin und atmen Sie absichtslos in den jeweiligen Bereich hinein. Nichts forcieren, einfach atmen und zulassen, dabei weit und weich zu werden. Dehnen Sie Ihre Aufmerksamkeit nun über den Körper in den Raum hinaus aus und nehmen Sie die Kraft der zentrierten Achtsamkeit mit in Ihr Tun.