Natur-Tipp: Vier Waldspiele

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Raus in die Natur ist immer eine Option. Mit unseren vier Spielen wird der nächste Waldausflug garantiert zu einem echten Erlebnis.

Unsere vier Spiele unterschiedlicher Länge lassen sich einzeln als Bestandteil eines Spaziergangs gut umsetzen oder können auch für einen Outdoor-Ausflug mit der Schulklasse genutzt werden. Wenn alle Spiele zusammen durchgeführt werden sollen, bietet sich die weiter unten beschriebene Reihenfolge an. 

Vorbereitung

Zeitaufwand:

ca. 2–4 Stunden ohne Anfahrt

Packliste:

  • Zwischenverpflegung (gut geeignet sind z.B. unsere selbst gemachten herzhaften Erdnuss-Stangen oder Energy Balls) und Getränke
  • Sitzmatte oder Decke
  • kleine Notfallapotheke
  • bei Bedarf Insektenschutzmittel
  • Abfallsack
  • Tasche für Fundstücke
  • Wasser zum Händewaschen
  • Handy/Fotoapparat (Lehrkraft, Schulsozialarbeiter*in bzw. die begleitenden Erwachsenen)
  • Regen- oder Sonnenschutz

Für die Spiele:

  • eine leere Klopapierrolle (pro Person eine)
  • Die Spielanleitungen

Wichtig:

Bitte nach jedem Waldbesuch den Körper nach Zecken absuchen, vor allem im Sommer, wenn kurze Kleidung getragen wird.

Wald-Spiele

„Mit den Augen eines Adlers“

  • Dauer: 5–15 Minuten
  • Jede Person benötigt eine leere Klopapierrolle. Nun benutzen die Kinder die Rolle als Fernglas. Ein Auge wird geschlossen, das andere schaut durch die Röhre. Wer es nicht schafft, mit nur einem Auge zu schauen, der darf natürlich mit der Hand nachhelfen.
  • Während die Kids nun als Entdecker im Wald unterwegs sind, immer wieder durch die Rolle schauen. Durch das eingeschränkte Sichtfeld werden den Kindern viele Details auffallen, die sie sonst nicht sehen.
  • Achtung: Die Erwachsenen sollten immer ein Auge darauf haben, dass niemand stürzt.

„Im Fuchsbau“

  • Dauer: 30–45 Minuten oder länger
  • Vorbereitung: Der Fuchs lebt geschützt in einem Erdbau. Da Löcher graben im Wald aber nicht erlaubt ist, bauen die Kinder deshalb einen oberirdischen Fuchsbau. Dafür werden benötigt: große und kleine Äste, Moos, feuchte Erde, grüne Blätter und/oder Tannenzweige und was sich sonst aus Sicht der Kinder für einen guten Unterschlupf eignet.
  • Anleitung: Nun wird an einem Baum oder zwischen mehreren Bäumen, die sehr nahe beisammenstehen, ein Unterschlupf aus Ästen errichtet. Der Unterschlupf sollte so groß sein, dass wenigstens ein Kind darin Platz findet. Steht das Grundgerüst, können die Löcher im Unterschlupf mit Moos, Erde, Blattgrün oder Tannenreisig gestopft werden. Bitte geben Sie den Kindern die Botschaft mit, nicht unnötig Moos und Äste abzureißen, die Natur zu schützen. Vieles liegt bereits lose herum und darüber hinaus gilt die Regel: "Nehmt wirklich nur so viel, wie ihr für euren Unterschlupf benötigt."
  • Ist der Bau endlich fertig, können die Kinder ihn „beziehen“. Was fehlt noch? Vielleicht muss noch ausgeputzt werden, so wie echte Füchse das auch machen? Vielleicht braucht es noch eine weiche Liegefläche? Sobald der Bau fertig eingerichtet ist, kann gespielt werden. Hier ein paar Ideen dazu:
    • Der Fuchs macht sich auf Futtersuche und schleicht um den Bau.
    • Der Fuchs ist auf Mäusejagd und springt im hohen Bogen seine Beute an. Als Mäuse können Sie Tannenzapfen nehmen.
    • Ein Kind (der Fuchs) sitzt im Bau und spitzt seine Ohren. Wer schleicht um seinen Bau, und wo befindet sich die Person gerade?
    • ...

„Waldmensch“

  • Dauer: 10–20 Minuten
  • Eine Person legt sich auf den Boden, eine zweite legt anschließend Steine, kleine Äste oder Zapfen um den Umriss des Kindes, das am Boden liegt.
  • Danach benötigt es Hilfe beim Aufstehen, um den Umriss nicht zu beschädigen.
  • Nun können alle zusammen den Waldmenschen mit Naturschätzen füllen. Das können z. B. Blätter für die Hosenbeine sein, Steine für die Augen usw.

„Gegensätze ziehen sich an“

  • Dauer: 10–30 Minuten
  • Dieses Spiel eignet sich wunderbar, um einen Waldspaziergang oder eine Wanderung aufzupeppen.
  • Zunächst überlegt sich jeder zwei gegensätzliche Eigenschaften, z. B. klein und groß. Nun sucht sich jeder je einen kleinen und einen großen Naturschatz.
  • Weitere Eigenschaften können sein: rund und eckig, lang und kurz, weich und hart, dick und dünn, bunt und farblos, rau und glatt, schwarz und weiß, geschlossen und offen usw.
  • Variation für ältere Kinder: Ein Teilnehmer sucht z. B. einen weichen Gegenstand, und ein anderer Teilnehmer sucht das Gegenteil, einen harten Gegenstand. Wer ist schneller? Wer findet mehr unterschiedliche Gegensätze?

 

Ein ganzer Tag im Wald

Wer zwei bis vier Stunden am Stück Zeit hat, kann alle vier Spiele miteinander kombinieren. 

  • Ankommen: Die ersten 10 Minuten sind dem Ankommen gewidmet, der Beobachtung des Waldes. Welche Bäume fallen den Kindern auf? Hören sie einen auffälligen Vogel zwitschern? Machen Sie dazu das Spiel „Mit den Augen eines Adlers“.
  • Am Waldplatz: Wer möchte, geht natürlich selbst auf Entdeckungstour. Wer etwas Anregung benötigt, kann „Im Fuchsbau“ spielen.
  • Pause: Zeit für eine Stärkung auf einer Wiese oder Lichtung mit dem mitgebrachten Proviant. 
  • Etwas Ruhiges: Nach der Pause ist vielleicht nicht mehr so viel Action angesagt. Hier passt das Spiel „Waldmensch“.
  • Abschluss: Auf dem Rückweg können die Kinder erneut ihre Augen für die kleinen Dinge im Wald öffnen. Hier passt das Spiel „Gegensätze ziehen sich an“.

 

Fotoquelle: iStock.com/monkeybusinessimages

Wir freuen uns auch über eine ausführliche Rückmeldung per E-Mail an: kids@fit-4-future.de