Ordnung? Ein Kinderspiel!

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Nach dem Spiel ist vor dem Aufräumen. Doch etwas zurück an seinen Platz zu stellen, ist für Kinder deutlich weniger lustig als es auszuräumen. Hier können Eltern nachhelfen: Sieben Ideen für mehr Spaß bei der Pflichterfüllung.

Wer Familie hat, der weiß: Ordnung ist ein höchst fragiler Zustand. Kindern genügen schon wenige Minuten, um einen makellos leeren Fußboden in ein Minenfeld aus Bauklötzchen, Buntstiften und Spielzeugautos zu verwandeln. Andersherum funktioniert das leider nicht: Was binnen kürzester Zeit ausgeräumt war, benötigt Stunden, um wieder zurück in Kisten, Kästen und Schubladen zu finden.

Jeden Abend steht deshalb in vielen Familien das gleiche Drama auf dem Programm: Ein Erwachsener gibt das Kommando zum Aufräumen – und nichts passiert. Oder es tut sich nur unter Androhung schrecklicher Folgen etwas. Jeden Abend wieder zu schmeicheln, zu schimpfen oder zu bestechen ist aber höchst frustrierend für Eltern. Da wäre es doch sehr viel einfacher, an die Spielernatur im Kind zu appellieren – und das abendliche Aufräum-Drama zur erfolgreichen Unterhaltungsserie zu machen.

1. Aufräumen ist Glückssache.

Schreiben Sie alles, was zu tun ist, auf kleine Zettel: Legosteine wegräumen, Stofftiere aufs Regal, Autos in die Kiste. Mischen Sie auch ein paar „erwachsene“ Jobs darunter (Wäsche aufhängen, Spülmaschine ausräumen), die oft für Kinder attraktiver sind. Erweiterungsoption: Mit einem zweiten Los wird das „Werkzeug“ gewählt, mit dem der Job erfüllt werden muss: Handschuhe, Schaufel und Besen, Grillzange, etc.

2. Alles auf Rot!

Vor jeder Runde wird mit einem Farbwürfel oder dem Ziehen von Buntstiften bestimmt, welche Farbe in den nächsten fünf Minuten aufgeräumt wird. Sie können auch jede Runde unter ein Buchstaben-Motto stellen: Ab in die Kiste mit allem, was mit „B“ anfängt.

3. Auf die Plätze, fertig, los!

Vor jedem Chaos-Zimmer wird neu ausgewürfelt, wie viele Minuten für diesen Raum die Putzkolonne zur Verfügung hat. Nur eine „1“ gewürfelt? Dann muss es jetzt blitzschnell gehen! Eine „6“ dagegen kann auch mal in Zeitlupe aufgeräumt werden.

4. Reise nach Jerusalem!

Stellen Sie die Musik laut und ein paar Stühle in den Raum. Während die Musik läuft, muss aufgeräumt werden. Geht die Musik aus, muss jeder schnell auf einen Stuhl flüchten.

5. Wer schafft mehr?

Vor Beginn der Aufräumarbeiten gibt jedes Kind eine Schätzung ab: Wie viele Kilo Playmobilmännchen liegen hier am Boden? Wie viel wiegen alle Stofftiere in ihrer Kiste? Wie schwer sind die Bücher, die ich mit einer Hand tragen kann? Wer mit seiner Schätzung dem realen Wert am nächsten kommt, erhält einen Punkt.

6. Licht aus!

Geben Sie jedem Kind eine Taschenlampe in die Hand, denn: Aufgeräumt wird heute mal im Dunkeln. Nach fünf Minuten geht das Licht wieder an. Hat alles seinen richtigen Platz gefunden?

7. Geschichtsstunde.

Wählen Sie ein Buch, aus dem Sie nur dann vorlesen, während aufgeräumt wird. Schon die Vorfreude auf das nächste Kapitel wird die Kinder bald fragen lassen: Können wir jetzt endlich aufräumen? Aber: Sobald auch nur ein Kind pausiert, stoppen auch Sie beim Vorlesen ...