Pause! Aber mit Plan.

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Ein Plan für alles, immer gut organisiert, immer "in Aktion", nie Pause. Ist das Ihr Alltag? Dann haben wir einen Plan! Für die Pausen. Denn die sind wichtig, um zwischendrin Kraft zu tanken und mit Stress besser zurecht zu kommen. Nur wenn die Balance zwischen An- und Entspannung stimmt, wenn Sie sich Zeit für Pausen nehmen, können Sie damit langrfristig zum Beispiel besser mit Stress umgehen oder diesen vermeiden.

Sie kennen das sicher: Obwohl Sie eigentlich gut geschlafen haben und sich motiviert an die Arbeit begeben, geht nach 2 Stunden einfach nichts mehr. Die Konzentration ist weg und damit sinken auch Motivation und Laune. Aber woher kommt es eigentlich, dass Sie sich manchmal zwar körperlich gut fühlen, Sie aber nicht die Leistung bringen können, die andere und Sie selbst erwarten?

Aktivität und Pause: der Biorhythmus

Es ist ganz einfach und natürlich: Ihr Körper ist nicht dafür vorgesehen, über viele Stunden am Stück auf höchster Effektivität und Leistung zu funktionieren. Über den Tag hinweg durchlaufen Sie verschiedene Phasen der Leistungsfähigkeit. Dieses Prinzip des Wechsels zwischen Leistung und Pause – der Biorhythmus – ist durch die Natur gegeben und fest in uns verankert.

In Bezug auf die Leistungsfähigkeit lässt sich der Biorhythmus mit dem sogenannten BRAC beschreiben. Dem „Basic Rest Activity Circle“. Der BRAC unterteilt den Biorhythmus des Menschen in Aktivitätsphasen von etwa 70 bis 90 Minuten, nach denen der Körper jeweils ein natürliches Bedürfnis nach einer kurzen Pause von etwa 10 Minuten erlebt.

Pausenzeiten einplanen

Im Arbeitsalltag richtet sich meistens nicht danach. Jeder Tag hat einen anderen Ablauf, in dem Pausen (ggf. abgesehen von einer Mittagspause) oft nicht vorgesehen sind. Deshalb ist es wichtig, dass Sie feste Pausenzeiten in Ihren Alltag integrieren – sowohl in Bezug auf Ihre Arbeit, als auch privat! Wie Sie die Pause verbringen, können Sie an Ihre Tagesform und Ihre Bedürfnisse anpassen. Mal aktiv mit Bewegung und mal passiv in der Sonne sitzend.

Versuchen Sie doch mal, Ihren Alltag nach dem BRAC zu strukturieren: Planen Sie alle 70-90 Minuten eine kurze Pause von etwa 10 Minuten ein und führen Sie die dann auch durch. Dadurch genehmigen Sie Ihrem Kopf zwischendurch eine Pause und Sie bleiben länger konzentriert. Versuchen Sie das, wenn möglich, auch in der Arbeit umzusetzen. Stimmen Sie sich mit Ihren Kolleg*innen ab, damit Sie sich für diese kurzen Zeiten gegenseitig den Rücken freihalten können. Probieren Sie gemeinsam aus, ob Sie dadurch entspannter durch den Arbeitstag kommen.

Ihr persönlicher Pausenplan

Um Sie bei der Planung zu unterstützen, finden Sie im Mitgliederbereich die Vorlage für Ihren persönlichen Pausenplan. Diesen können Sie sich ausdrucken und manuell ausfüllen oder in der PDF-Variante am Computer bearbeiten.

 

 

Füllen Sie in die einzelnen Spalten ein, wann und wie lange Sie Pause gemacht haben, was der Grund für die Pause war, welcher Aktivität Sie in der Pause nachgegangen sind und wie die Situation dabei war (z. B. Umgebung, Lautstärkepegel, …). Notieren Sie sich auch, was Sie mit der Pause erreichen wollten und schreiben Sie auf, ob Sie die Pause das nächste Mal anders gestalten möchten, ob Ihnen die Pause geholfen hat oder was Ihnen darüber hinaus noch aufgefallen ist. 

Im Rückblick können Sie dann Schlüsse ziehen: Machen Sie Pausen eher, wenn Sie sie von vornherein genau festlegen? Welche Pausen haben am besten geholfen? Welche Aktivität hilft Ihnen in der Pause am besten, um sich zu entspannen?

Also los geht’s. Planen Sie direkt mal Ihre Pausen für den kommenden Tag und beobachten Sie, ob Sie sich damit erholter und konzentrierter fühlen.

 

Bildquelle: istock.com/devenorr