Raus in die Natur: Tipps zum Tag des Waldes

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Zum Tag des Waldes am 21. März versorgen wir Sie mit jeder Menge Wissen und geben Tipps für Spaziergänge für Familien mit Kindern durch Deutschlands Wälder.  

Denn wenn ein zartes Grün an den Ästen sichtbar wird, sich kleine Blütenknospen ihren Weg bahnen und die Vögel morgens zwitschern, dann ist klar: Der Frühling steht endlich vor der Tür. Insbesondere im Wald können Sie nun herrliche Spaziergänge machen, frische Luft tanken, sich bewegen und die Natur entdecken. 

Tag des Waldes – warum gibt es ihn? 

Weil dieser einzigartige Lebensraum erhaltenswert ist, rief die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) 1971 den Tag des Waldes ins Leben. Seit 2012 ist der 21. März als Aktions- und Thementag eine feste Größe im Kalender der Vereinten Nationen. Ziel ist es, die globale Waldvernichtung in den Fokus zu rücken und Wälder besser, also nachhaltig(er) zu nutzen.  

Wie aktuell das Thema ist, zeigt der jüngst veröffentlichte Waldbericht 2020 des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Trockenheit, Schädlinge und Stürme machen den Wäldern zu schaffen. Auch Klimawandel und weltweiter Raubbau tragen zu einem langsamen Sterben unserer „grünen Lunge“ bei. Immerhin sind aktuell noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche von Wald bedeckt. Die Tendenz ist jedoch: Es wird immer weniger.  

#FitFacts: Wald in Deutschland  

Deutschland zählt zu den waldreichsten Ländern der Europäischen Union. Rund 90 Baum- und Straucharten wachsen hier und bieten vielen Tieren einen Lebensraum. Als wertvoller Klimaschützer kompensiert er rund 14 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland!

Der Schutz der Wälder spielt in Deutschland eine wichtige Rolle:  

  • 47 Prozent der Wälder sind ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.
  • 38 Prozent der Wälder sind Naturparks. 

 Hier gibt es noch mehr Fakten zum Wald.  

#fit4future: Mehr Wald mit fit4future natur 

Cleven-Stiftung und DAK-Gesundheit kümmern sich seit 2016 gemeinsam mit dem großen Präventionsprojekt fit4future um die Gesundheit von Kindern. Doch gesunde Kinder brauchen eine intakte Umwelt.  

Deshalb hat die Cleven-Stiftung im Frühjahr 2020 die Initiative fit4future natur ins Leben gerufen. Das Ziel: Einen fit4future-Wald mit 40.000 Eichen, Buchen und Linden im Raum Bad Griesbach (Bayern) zu pflanzen. Die ersten 6.000 Bäume haben bereits „Wurzeln geschlagen“. Der ausgewachsene Wald kann 500.000 Kilogramm Treibhausgas pro Jahr speichern.  

Zusätzlich konnten mit einer Spendenaktion bereits 90.000 weitere Bäume in Baden-Württemberg gepflanzt werden – ein voller Erfolg also.  

#WaldAusflug: Entdecken, erleben, entspannen 

Bei einem Waldspaziergang im Frühling können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern viel entdecken. Viele unserer Wälder sind wahre Natur-Schatztruhen. Das wird zu keiner Jahreszeit deutlicher als im Frühling. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, damit garantiert keine Langeweile aufkommt und die Kids am Ende am liebsten ihr Naturzelt im Wald aufschlagen möchten. Dazu müssen Sie übrigens keine möglicherweise große Reise in einen Naturpark auf sich nehmen  – denn der "normale" Forst am Stadtrand ist ebenfalls ganz wunderbar geeignet. 

5x Waldwissen 

  1. Insekten: Auf einer Lichtung erklingt ein zartes Brummen? Wahrscheinlich eine Hummel. Sie gehört zu den ersten Insekten, die sich wieder hervortrauen, wenn es etwas wärmer wird. Den Winter haben sie bis zu 30 Zentimeter unter der Erde verbracht. 
  2. Blumen: Blauer Blütenteppich in Sicht? Dann stehen Sie vor einem richtigen Methusalem. Denn die Leberblümchen schmücken die Wälder seit Millionen Jahren – sie sind acht Mal älter als die Menschheit! 
  3. Bäume: Bei den Laubbäumen wirft sich hierzulande die Birke als erste ihr Frühlingskleid über. Sie ist auch bei der Wiederbewaldung von Brachflächen die erste Baumart und bereitet anderen den Weg. Die Lärche ist nun ebenfalls wieder zartgrün. Als einziger heimischer Nadelbaum wirft sie ihr Nadelkleid über den Winter ab. 
  4. Holzpolter: In einem nachhaltig bewirtschafteten Wald sieht man die hoch aufgestapelten Holzstämme an vielen Stellen. Klettern ist nicht erlaubt und auch gefährlich. Aber darunter lässt viel Spannenderes entdecken: z. B. Erdkröten, Grasfrösche oder Blindschleichen. 
  5. Naturkreislauf: Die ersten aufkeimenden Samen verdankt der Wald meist den Eichhörnchen. Interessanterweise sind diese oft weit entfernt von den Bäumen, von denen sie im Herbst gefallen sind. Woran das liegt: Die Nager haben ihren Wintervorrat nicht wiedergefunden. Doch der Kreislauf der Natur hat sein Gutes, denn diese Pflänzchen verjüngen nun den Baumbestand.  

4x Tipps für den nächsten Waldausflug  

Der Wald ist auch ein wunderbarer Abenteuerspielplatz für große und kleine Entdecker. Balancieren, verstecken, rennen, Materialien sammeln: Die frische Luft tut gut, ganz besonders nach längerem Sitzen und viel „zu Hause“ sein – Balsam für das seelische Wohlbefinden. Nehmen Sie sich etwas zu Trinken und ein paar Snacks mit, falls die Kinder länger bleiben wollen 😉. 

  1. Waldbingo: Sie brauchen nur einen 10er-Eierkarton pro Kind und etwas Vorbereitung. Legen Sie vorab fest, welche Waldgegenstände gesammelt werden müssen: Zapfen, Zweig, Feder, Moos, Blüte, Stöckchen, Kastanie, Schneckenhaus etc. Dann malen die Kinder diese Naturgegenstände auf den Deckel des Eierkartons, für jedes „Fach“ ein Symbol. Oder Sie drucken gemeinsam Bilder aus und kleben diese auf den Karton. Im Anschluss geht’s los auf die Schatzsuche in die Natur. Sie kann auch als Ralley/Challenge mit Zeitvorgabe gemacht werden – wenn den Kindern die reine Suche „zu einfach“ ist. Mit den Materialien lassen sich später auch schöne Dinge basteln.  
  2. Waldmusik: Wie klingt der Baumstamm und wie dieser Ast? Wie hört es sich an, wenn man zwei dicke oder zwei dünne Stöcke aneinanderschlägt? Oder einen Stein benutzt? Wer schafft es, mit verschiedenen Ästen und Baumstämmen ein Xylophon zu basteln? 
  3. Waldparcours: Jetzt wird’s sportlich. Nehmen Sie sich je nach Können der Kinder ein kleines Areal vor, das Platz zum Toben bietet: Ein dicker Stamm eignet sich perfekt zum Balancieren, verschieden hohe Baumstämme zum darüber klettern oder Hüpfen. Mit Fichten- oder Kiefernzapfen können Sie Weitwurf oder Zielwerfen üben (Achtung: Bitte nur an den nächsten Baum werfen!). Eine Trippelstrecke lässt sich mit Ästen bauen, die in immer gleichem Abstand (wie eine Leiter auf dem Boden) platziert werden. Vorwärts, seitwärts, hüpfen mit beiden Beinen oder ganz schnell und klassisch drüber „trippeln“ – hier geht’s um Kondition und Geschicklichkeit.  
  4. Waldbaden: Zusammen eine Lichtung aussuchen, je nach Witterung auf den Boden setzen/legen oder sich an einen Baumstamm lehnen. Augen schließen. Und einfach nur wahrnehmen. Geräusche, Gerüche, Gefühle.  

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unseren Tipps und beim Entdecken der Natur!

 

Bildquelle: Viviana Camacho von Pexels

Wir freuen uns auch über eine ausführliche Rückmeldung per E-Mail an: kids@fit-4-future.de