Schlaftipps für Kids

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Ein gesunder Schlaf ist grundlegend für die körperliche, mentale und emotionale Entwicklung von Kindern. Mit ein paar Tipps und Tricks können Eltern das Schlafverhalten ihres Kindes durch ihr eigenes Verhalten positiv beeinflussen.

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema „Schlaf beim Kind“ finden Sie hier.  

8 Tipps - so schläft Ihr Kind besser

  • Zeit einplanen
    Zwischen Abendessen und dem Schlafengehen braucht der Körper genügend Zeit: Planen Sie daher ausreichend Verdauungszeit ein und Essen Sie abends am besten leichte Kost. 
  • Schlafen positiv bewerten
    Das Zubettgehen sollte ein positives Erlebnis für Ihr Kind sein: Nutzen Sie daher das zu Bett gehen, indem Sie Ihr Kind beispielsweise früher ins Bett schicken, nie als Strafe.
  • Schlafen gehen positiv verstärken
    Wenn sich Ihr Kind beim Schlafen schwertut oder vor dem Zubettgehen um Ihre Aufmerksamkeit buhlt, dann können Sie Ihr Kind dafür loben oder auch belohnen, wenn es mal gut funktioniert. Dafür eignet es sich beispielsweise, dass Sie dem Kind längere Spielzeiten oder Quality Time mit den Eltern anbieten.
  • Stresslevel verringern
    Alles, was das Stresslevel und die körperliche Aktivität ankurbelt, sollte vor dem Schlafen gehen vermieden werden: Achten Sie also darauf, dass Ihr Kind zu spät keinen Sport mehr treibt oder das Stresslevel Ihres Kindes durch aufregende Fernsehinhalte, Computerspiele oder spannende Geschichten zu hoch ist.
  • Vorbild sein
    Wenn Sie selbst abends ruhiger werden, färbt das auf Ihr Kind ab. Achten daher auch immer auf Ihr eigenes Aktivitäts- und Stresslevel am Abend. Wenn Sie selbst innere Ruhe ausstrahlen, kann das Wunder wirken.
  • Rituale und Routinen einführen
    Ein regelmäßiges Einschlafritual kann Ihr Kind dabei unterstützen, abends besser abzuschalten und langsam in einen Ruhemodus überzugehen: Überlegen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind, wie Sie den Tag gerne gemeinsam ausklingen lassen - z. B. die Ereignisse des Tages Revue passieren lassen, gemeinsam ein Buch lesen oder eine Entspannungsübung machen. Weitere Infos zum Thema „Einüben von Schlafritualen“ finden Sie hier.
  • Eigenständigkeit fördern
    Zum einen sollte Ihr Kind lernen allein einzuschlafen: Bleiben Sie also nicht, bis Ihr Kind eingeschlafen ist, sondern gehen Sie frühzeitig aus dem Kinderzimmer. So lernt Ihr Kind auch langfristig, ohne eine andere Person einschlafen zu können. Zudem sollte Ihr Kind auch lernen allein wieder einzuschlafen, wenn es nachts wach wird. Schenken Sie Ihrem Kind daher nur wenig Aufmerksamkeit, wenn es aufwacht. Auch wenn es schwer erscheinen mag, Ihr Kind allein zu lassen, wenn es Sie braucht, tun Sie Ihrem Kind auf lange Frist einen großen Gefallen damit, diesen Schritt selbständig zu schaffen.
  • Rhythmus des Kindes beachten
    Trotz der Wichtigkeit eines geregelten Schlafrhythmus, sollte Ihr Kind ein Gefühl für den eigenen Körper entwickeln: Seien Sie daher ganz achtsam mit dem individuellen Rhythmus und den Bedürfnissen Ihres Kindes und schicken Sie es erst dann ins Bett, wenn es wirklich müde ist. Auch hier wird das Bett sonst zu einem Ort, an dem man gehen muss, obwohl man noch viel Energie hat. Und bauen Sie gegebenenfalls lieber tagsüber mehr körperliche Aktivitäten ein, die auf die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst sind und es auspowern.

Lebensstil verändern 

Fragen Sie sich außerdem, ob der Lebensstil Ihrer Familie schlafförderlich ist und was Sie gegebenenfalls mit Blick auf Ihr Ernährungsverhalten, Ihre körperlichen Aktivitäten und Ihren Medienkonsum noch anpassen können.  Achten Sie darauf, gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen und vor dem Schlafgehen möglichst wenig und leichte Kost zu essen. Bewegen Sie sich tagsüber ausreichend und verringern Sie die Aktivität zum Abend hin. Überlegen Sie sich außerdem abendliche Aktivitäten, die nichts mit digitalen Medien zu tun haben. Spielen Sie beispielsweise ein ruhiges Brettspiel oder unterhalten Sie sich über den Tag. Auch hier gilt: Seien Sie das Vorbild, das Ihr Kind braucht, um langfristig einen gesunden Lebensstil aufzubauen.

Sie sich nun, welchen dieser Tipps Sie in Zukunft umsetzen wollen. Schreiben Sie sich dazu gerne mindestens drei der genannten Verhaltensweisen auf und nehmen Sie sich zum Ziel, diese bereits innerhalb der nächsten Woche anzuwenden. Viel Spaß und Erfolg dabei!

 

Fotoquelle: iStock.com/monkeybusinessimages

Wir freuen uns auch über eine ausführliche Rückmeldung per E-Mail an: kids@fit-4-future.de

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