Zu Hause mit den Kindern lernen: Eine Frage der Planung

Lesen Verhältnisprävention
Lesedauer 2 min. Lesedauer

Wie kann das Lernen mit Kindern inmitten eines turbulenten Haushalts gelingen? Dafür ist eine kluge Planung nötig – und eine Familie, die den Plan auch ernst nimmt.

Das eine Kind spielt lautstark mit der Rennbahn, das andere hat schon Hunger, doch das dritte ist noch nicht mit den Hausaufgaben fertig? Das sind so Situationen, in denen auch Sie vermutlich das Prinzip Home-Schooling schwer in Frage stellen. Wie sollen Kinder effizient für die Schule lernen, wenn um sie herum das ganz alltägliche Familienchaos tobt? Alles eine Frage der Logistik.

  1. Machen Sie einen Plan. Im Login-Bereich finden Sie unter Dokomentationsvorlagen einen Lernplan zum Download. Drucken Sie pro Woche und pro Kind je einen Plan aus. Am besten setzen Sie sich am Freitag als Abschluss der Lerneinheit oder am Wochenende mit jedem Kind einzeln hin und erstellen die Planung für die kommende Woche.
  2. Planen Sie strategisch. Statt vier Stunden geballt am Vormittag zu pauken, sind gerade für jüngere Kinder zwei Lerneinheiten pro Tag besser – eine am Vormittag (zwischen 9 bis 11 Uhr) und eine am Nachmittag (zwischen 15 bis 17 Uhr).
  3. Planen Sie achtsam. Kopf und Körper brauchen gerade bei Kindern zwischen den Lerneinheiten immer wieder Pausen. Und zwar zum einen solche, in denen das Kind einfach nur abhängen kann, spielt oder liest. Und echte Bewegungspausen, in denen es sich körperlich auspowert. Beide Pausenarten sollten im Plan fest verankert werden (bei Grundschulkindern auch als Mini-Pause während der Lerneinheit). Stellen Sie am besten analog zur Pausenglocke in der Schule einen Wecker, der das Kind zurück an den Schreibtisch beziehungsweise in die Pause ruft.
  4. Planen Sie mit Blick auf die Familie. Jedem Kind gerecht zu werden und dabei das eigene Home-Office sowie den Haushalt nicht zu vergessen – das ist bei mehreren Kindern eine logistische Meisterleistung. Versuchen Sie, während der Stillarbeits-Phasen wirklich für Ruhe zu sorgen, indem in dieser Zeit beispielsweise jüngere Geschwister in ihrem Zimmer einem Hörbuch lauschen oder vorgelesen bekommen. Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können Sie, wenn Sie Sportpausen mit der ganzen Familie oder aus dem Aufhängen der Wäsche ein Bewegungsspiel machen.
  5. Planen Sie mit Humor. So ein Lernplan wirkt gleich viel motivierender, wenn Sie ihn gemeinsam mit Smileys und Aufklebern garnieren und nicht im Befehlston schreiben („Mathe!!!“), sondern positiv formulieren („15 Minuten Mathe machen müde Mäuse morgens munter“ oder „10 Minuten Grammatik – für Dich ein Kinderspiel!“). Und: Lassen Sie Ihr Kind jeden Punkt abstreichen nach Beendigung – das macht Spaß und stolz!
  6. Planen Sie öffentlich. Hängen Sie die Pläne da auf, wo alle Familienmitglieder sie einsehen können – am besten in Kombination mit einer Uhr und einem Plan für „Fleißkärtchen“. Wenn Sie dann noch aufmalen oder aufkleben, was als Belohnung für viel Fleiß aussteht, können Sie auch hinter den Punkt „Motivation“ einen Haken machen. oder loggen Sie sich hier ein und klicken dann im Menü auf Dokumentationsvorlagen.

Wenn Sie schon eingeloggt sind, dann kommen sie hier direkt zu den Dokumentationsvorlagen oder loggen Sie sich hier ein und klicken dann im Menü auf Dokumentationsvorlagen.